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Vatertagstour vom 29.05. bis 01.06.03

Autor: Bernd Eberlein

Am Himmelfahrtstag starteten neun Ruderer mit dem Bus und dem Bootsanhänger um 07:00 h pünktlich auf die Minute am Bootshaus. Martin, genannt Tin, Zander unser VL* war sichtlich zufrieden. Zügig und ohne Stau fuhren wir bei schönstem Wetter Richtung Süden um beim Darmstädter RC Neptun ( RCN ) unsere Boote einzusetzen. Die während der Fahrt aufgekommene Frage: "wo um Himmelswillen in Darmstadt, wo es kein Wasser gibt,  wohl gerudert werden könne ?"   konnte rechtzeitig beantwortet werden. Der RCN  hat sein Bootshaus am Ehrfelder - Rheinarm. Hier wurden die Boote Sterrenburg und Marksburg abgeladen, aufgeriggert und zu Wasser gebracht.

Aufriggern bei Darmstadt

Dass wir für den letzen Tag der Tour, an dem unser Landdienst und Gäste mitrudern sollten, ein "Reserveboot" dabei hatten,  stellte sich als Glücksfall heraus. Konnte man doch so das in Köln lagernde Steuer, so zu sagen, aus dem Fundus ersetzen.

Fast die ganze Rudergruppe (es fehlt der "VL", (der fotografiert))

Mit Genugtuung registrierte unser VL das Sicherheitsbewusstsein einiger Teilnehmer, die  im Hinblick auf das unbekannte Gewässer ihre Rettungsweste angelegt hatten.
Es war schwül heiß, kein Lüftchen bewegte sich und die Strömung konnte man auch vergessen. Störend nur die vielen Angler, die  allesamt meinten am gegenüber liegenden Ufer  des ohnehin schmalen Rheinarms die größten Fische fangen zu können. Wir haben sie daran gehindert! Aufatmen, etwas Wind, Strömung, Schiffsverkehr der Rhein ist nach ca. einer Stunde erreicht.
Nach unsere Mittagspause in Mainz-Kastel müssen wir feststellen, dass ein Reifen unseres Bootsanhängers unreparabel beschädigt ist. Schweren Herzens lassen wir den Hänger stehen, um den Reifen am nächsten Tag zu ersetzen.
Geschafft von der Hitze und der großen  Etappe landen wir in Geisenheim. Beim Tragen der Boote zum Lagerplatz hinter dem dortigem Bootshaus wird klar, einige sind heute an ihre Leistungsgrenze gekommen. So ist es zu erklären, dass heute Abend nur noch der Wunsch vorherrscht  zum Nachtquartier, der Jugendherberge Rüdesheim, zu gelangen. Wein einkaufen möchte fast keiner - schade.
Die Herberge liegt hoch am Hang, und bietet einen hinreißenden Blick auf den Rheingau und das gegenüberliegende Bingen.
Im Hotel Zum Bären in Rüdesheim kommt keiner zu kurz. Wohl gestärkt beabsichtigt die Truppe die berühmte Drosselgasse zu erkunden. Es ist 22:00 h, teilweise ist die  Straßenbeleuchtung ausgeschaltet bzw. sind die Bürgersteige schon hochgeklappt. Die Busse sind weg und in der Drosselgasse brennt noch das Licht.  Christel Hardenbicker findet sogar noch das Hotel "Zum Schloß" , das ihr Vater einmal betrieben hat. Wir ziehen es vor auf der Terrasse der Herberge einen Dämmerschoppen zu nehmen.

Ein neuer Tag, ein neuer Reifen - fast pünktlich geht's auf das Wasser.  Heute stehen Höhepunkte der Rheinstrecke an wie das Binger Loch, die Pfalz bei Kaub, die Loreley und das rauhe Wasser in St. Goar. Vater Rhein meint es heute gut mit uns, wenig Schiffsverkehr, gute Witterungsverhältnisse auf dem schönsten Teil des Rheins, was will man mehr. Am Campingplatz Bacharach machen wir Mittagspause und kurz vor einem heftigen Gewitter, Blitz und Donner drohten schon heftig, erreichen wir Boppard. Währen wir uns für den Abend in der Pension Weller frisch machen rauscht ein gewaltiger Regen nieder.
Tin hat für alle beim Ökonom des Rudervereins eine Grillplatte bestellt. Preiswert und gut werden wir vom Ehepaar Schwaderlapp beköstigt und sind heute auch nicht mehr so geschafft wie am ersten Tag.
Das Wetter bleibt uns hold.

Keine Bierwerbung - sonder Ruderwerbung

Vorbei an den Mündungen von Lahn und Mosel erreichen wir Neuwied und machen auf der schönen Terrasse unsere Mittagspause. Am Nachmittag auf dem Weg nach Sinzig unserer Tagesetappe stört ein kräftige Gegenwind. Und auch hier, als alle Boote an Land  und alle Leute im Bus sind bricht ein Gewitter los.
Wir übernachten daheim um am nächsten Morgen, dann mit drei Booten und drei Steuern, von Sinzig die letzte Etappe in  Angriff zu nehmen.

Rudern macht Spaß !!!

Tin´s Sohn hatte sich bereit erklärt den Bus wieder zurück nach Köln zu fahren. Während sich die "Busfahrer" bemühen das Regenwasser aus den Booten abzulassen, treffen auch schon unsere "Bahnfahrer" ein, sichtlich genervt, weil keiner von ihnen  eine Fahrkarte kaufen konnte. Es wäre ja fast gelungen die Boote rechtzeitig ruderbereit zu machen, wenn, ja wenn da nicht einer aus Angst vor der eigenen Vergesslichkeit die Heckschraube wieder reingedreht hätte.
Leider war in den vergangenen drei Tagen, wer weiß aus welchen Gründen, des Sicherheitsbewusstsein meiner Vorbilder irgendwo auf der Strecke geblieben. Oder waren die Rettungswesten ganz einfach nur zu Hause vergessen worden, aber von allen?  Wer weiß - wir sind alle wohlbehalten wieder in Porz gelandet und das Wetter hat mal wieder mitgespielt. Von allen Teilnehmern ein herzliches Dankeschön an Tin für die großartige Organisation dieser stressfreien, gemütlichen Rudertour, es hat uns allen gefallen, wir fahren wieder mit dir.

* Fahrtenleiter

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Letzte Änderung: 20.04.2009