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Von Darmstadt nach Köln
Himmelfahrt

Autorin: Christel Hardenbicker

Morgens, kurz nach 7.00 Uhr im Bus, fragte Floh: "Welcher Fluß fließt denn in Darmstadt?" Tin, unser Fahrtenleiter, klärte sie auf, dass dies der Altrheinarm sei und wir von dort aus 8,5 km rudern würden, um zum Rhein zu gelangen.

Und diese ersten 8,5 km Altrhein waren von Natur gekrönt, romantisch die Ufer und bei bestem Wetter ruderten wir - vier Frauen, fünf Männer, ein Vierer und ein Dreier - zum Rhein. Er begrüßte uns mit hohen Wellen und erfreulicherweise mit Schiebewind. Erstaunt waren wir jedoch über die Breite des Rheins. Er wirkte fast wie ein großer See mit einigen Inseln. Die Strömung des Rheins ist hier nicht so stark, deshalb mußte kräftig gerudert werden, denn noch 50 km lagen vor uns, bis wir in Rüdesheim am frühen Abend ankamen.

Hier erwartete uns das Nachtquartier in der Jugendherberge auf dem Berg, fast neben dem Niederwaldsdenkmal. Ein herrlicher Blick von oben auf das Rheintal. Es war Vatertag, jeder kann sich vorstellen, dass wir nicht alleine in Rüdesheim waren. Aber zum Glück fand sich ein gutes Restaurant abseits des Trubels mit köstlichem Abendessen. Nach Speis und Trank wurden wir neugierig auf die Drosselgasse und erlebten das, was wir erwartet hatten. Tourismus hoch drei! Die Suche nach einem gemütlichen Weinlokal gaben wir auf und fuhren auf unsere "Burg". Auf der DJH-Terrasse mit Blick über das leuchtende nächtliche Rüdesheim fanden wir doch noch einen herrlichen Platz, um einen Schlaftrunk zu genießen.
Der nächste Morgen begann für Bernd und Tin schon um 6 Uhr. Sie mußten den kaputten Reifen vom Bootsanhänger auswechseln lassen. Es klappte vorzüglich und so konnten wir am frühen Morgen unsere Fahrt auf der wohl schönsten und herausfordernsten Rheinstrecke fortsetzen. Wir hatten Glück, wenig Schiffsverkehr und so bewältigten wir bei ca. 17 km Rheingeschwindigkeit und strahlendem Sonnenschein in flotter Fahrt das Binger Loch. Die Weinberge mit den imposanten Burgen zogen schnell an uns vorbei und die nächste Herausforderung, die Loreley wartete auf uns. Kein Schiff war weit und breit angekündigt. Nur die eine Welle, die immer vor der Loreley steht und die rasante Strömung wartete auf uns. Für die erfahrenen Steuerleute Bernd und Tin an diesem Tag keine schwere Aufgabe.
Nach St. Goar wird der Rhein wieder ruhiger und wir ließen uns bei Tropenhitze ein wenig treiben bis auf einmal ein Gewitter drohte. Jetzt mußten wir die fünf restlichen Kilometer schnell und zügig bis Boppard durchrudern. Wir schafften es, mit den ersten Regentropfen den Steg des Ruderclubs Boppard zu erreichen. Den Abend ließen wir im Ruderclub in gemeinsamer Runde mit alten und neuen Rudergeschichten fröhlich ausklingen.

Am nächsten Morgen ging die Fahrt wieder mit Sonne und guter Laune von Boppard nach Sinzig weiter. Fast schon auf unserer Hausstrecke - und so fuhren wir an dem Abend von Sinzig nach Hause.

Um die letzten 50 km bis nach Porz zu bewältigen, fuhren wir morgens von Köln wieder nach Sinzig. Freudig wurden dort Almut und Gabi begrüßt, die an diesem Tag mitruderten. Nach einer kurzen Rast am Mittag in Monheim landeten sonnenverbrannt von einer erlebnisreichen Rheinfahrt zum Clubhaus nach Porz zurück: VL Tin, Floh, Christel, Hanna, Lore, Bernd, Herbert Klaus, Norbert, und die Sonntagsruderinnen Almut und Gabi
Danken möchten wir Tin für die gute Organisation und für  die sonnigen 212 km auf dem Rhein.

Packt eure Angel ein,
wenn Almut, Hanna und Lore sonntags rudern auf dem Rhein,
sie zerren euch sonst mit Schnur und Haken ins Boot hinein.

 

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Letzte Änderung: 20.04.2009