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Entenzusammenführung durch Ruderer

Autor: Michael Knöpfel

Samstags um 13.30 treffen wir uns beim Postsportverein Köln zu einem unserer regelmäßigen Rudertermine. Das Wetter war an diesem Samstag recht wechselhaft, aber sechs Unverfrorene kamen zum Rudern. Sechs Personen das ergibt am besten zwei Dreier mit denen wir dann aufs Wasser zogen.
Wir fuhren zunächst nach Rodenkirchen wendeten dort und fuhren dann den Rhein wieder hinauf in Richtung Godorfer Hafen. Von Rodenkirchen kommend fuhren wir vor Weiß, als ich  etwas leuchtend Gelbes am Uferrand schimmern sah.
Was macht den hier eine Badewannenente dachte ich mir, nun gut man sieht ja einiges Strandgut, wenn man mit dem Ruderboot unterwegs ist aber eine Badewannenente dazu noch aufrecht schwimmend hatte ich nicht erwartet. Mir wurde aber recht schnell klar, dass dies ein lebendes Entlein war, weil eine Badewannenente auch wenn ich sie in meiner Badewanne anstupse nicht so zielgerichtet schwimmen kann wie dieses kleine Entlein dort auf dem Rhein.
Weit und breit war keine Entenmutter in Sicht, so dass es sich um eine alleingelassene Ente handeln musste.
Das öffnete sofort mein Herz und wir fuhren mit unserem Ruderboot näher heran, ich war entschlossen das Entenküken zu retten.
Jegliche Unsicherheit in dieser Frage wurde beiseite geräumt als wir sahen wie eine Krähe versuchte das Küken zu fangen. Das Küken konnte dem Angriff aber geschickt ausweichen. Zunächst versuchten wir mit dem Ruderboot längs zu dem Entlein zu fahren und es dann ins Boot zu holen, aber das Entlein hatte natürlich auch vor uns Angst und floh auf das offene Wasser und alle unsere Versuche an es heranzukommen missglückten, weil die Ente wendiger als unser Dreier war. Willi schlug daraufhin vor das Entlein doch besser an Land schwimmen zu lassen und dort einzufangen, was wir auch taten.
Ich sprang aus dem Boot und hatte recht bald ein kleine gelbes Wollknäuel in meiner Hand, das Köpflein schaute zwischen meinem Daumen und Zeigefinger heraus. Anfangs wollte es versuchen sich zu befreien nachdem es merkte, dass es in meiner Hand schön warm und ungefährlich ist wurde es ruhig und gab auch mal einen etwas keckeren Laut von sich.
Wir fuhren auf die andere Rheinseite zu unserem Bootsteg und ich überlegte mir unterwegs schon was ich jetzt mit dem Entenküken anstellen sollte, meine Tochter würde sich bestimmt über das Tierchen freuen, die Nachbarin hat sich letztes Jahr einen Teich angelegt da könnte das Entlein drin schwimmen, eine Biologin wohnt auch in der Nähe die wird mir bestimmt etwas zur Pflege des Tieres erzählen können.
Nun gut -dann bin ich jetzt auch noch Entenpapa.
Die letzten zweihundert Meter vor dem Bootsteg sah Nicola dann eine Entenmutter mit drei jungen Küken und eines davon war gelb, ob unser Küken wohl dazu gehörte?
Wollte ich überhaupt dieses kleine Wesen dass es sich in meiner Hand so gemütlich gemacht hatte wieder hergeben? Die Vernunft siegte natürlich in dieser Fragestellung, es musste sich jetzt nur noch zeigen ob die Mutter das Küken annimmt. Ich ging zu der Mutter die munter und aufmerksam im Rhein schwamm, die anderen drei Küken immer in ihrer Nähe und setzte das Findelkind ab, aber siehe da das Entlein wollte wieder zu mir zurück. Es kam wieder zu mir in meine Hand, gab dabei aber einen Laut von sich der die Mutter wohl auf es aufmerksam machte. Jetzt rief auch die Mutter nach ihrem vierten Küken und gab schimpfende Laute in meine Richtung von sich. Als ich das Entlein jetzt wieder auf den Boden ließ schwamm es schnell zu seiner Mutter und wurde in die kleine Schar der Wollknäuel aufgenommen.

Man kann schöne Sachen erleben beim Rudern .
 

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Letzte Änderung: 06.04.2009