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WRT2007 in Bremen (14.-16.09.)

Autorin: Gaby Reger

Pünktlich am Freitag um 14 Uhr stand unsere Vertretung den Bremern auf den Füßen: Unterlagen abgeholt und schon nach Kaffee und Kuchen gedrängelt. Warum sollten wir nachsichtiger sein als unsere Gäste letztes Jahr? Auch am Luma-Quartier war schon großes Gedränge und direkt nach der Öffnung wurden die Claims abgesteckt. Noch schnell 'ne kleine Runde durch Bremen gedreht, vorm Regen im Schnoor in die nächstbeste Kneipe, lecker Schnoor-Bräu gekostet und ab ins Festzelt zu Bier und Caipi. Da gab's ein paar Begrüßungsworte und 'ne laute Band. In Anbetracht des Wecktermins um 6 Uhr begaben sich die meisten zu moderater Stunde in die Waagerechte.
Das Frühstück am Luma-Lager war prima. das Wetter sah auch vielversprechend aus und die Horden wurden per Bus nach Verden zu den Booten gekarrt. Das System der Bootsablage war ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber schließlich heißt es ja wanderrudern und nach diversem Hin- und Hergelaufe sammelte man sich doch am passenden Boot. Der Obmann durfte die Strecke dann eventuell noch mal zur Besprechung und zur Futterannahme bewältigen. Ich durfte in einem C-4er platzen mit lauter stattlichen Herren aus Friedrichshagen, Storkow (siehe da, den kannte ich schon: vor 2 Jahren in Berlin saßen wir auch schon im Boot...), Hildesheim und Tegelort. Und übrigens: Nein, Birgit, ich habe nichts für diese sportlichen Herrschaften bezahlt;-)

Derart ausgestattet konnte das Boot zu Wasser gelassen und auf die ziemlich hurtige Aller nach den ersten Wendekunststücken herausgerudert werden. Es lief gut, die ersten 6 Kilometer bis zur Weser und der Schleusenkanal konnten in lockerer Geschwindigkeit bewältigt werden. Eben noch weit hinten, plötzlich ganz vorne und: Schleuse zu. Blöd! Festgemacht, aufs Fahrgastschiff 5 Minuten gewartet, Schiff rein, Ruderboote auch und: Schleuse voll - angeblich.

Es wurde kühl, die Trommelgruppe gab ihr Bestes um uns warmzuspielen. Dann Schleuse auf, Frachter rein, kein Ruderboot, Schleuse zu. Aber nach 1,5 Stunden Warten durften wir dann auch. Wir waren wahrscheinlich der Albtraum jeden Schleusenwärters: Wenn alle versuchen gleichzeitig einzufahren + Kirchboote + Barke ist das ein ganz schönes Kuddelmuddel. Aber letztendlich haben wir's dann doch geschafft. Zurück auf der Weser erwartete uns ein hübscher Gegenwind, wellig war's, also nix mit beschaulichem Rudern und alles ganz "hösch".
Nach diversen Pinkelpausen mit akrobatischem Einschlag erreichten wir dann die vermeintliche Mittagspausen-Stelle. Komische Anlegemanöver sahen wir da und auch noch 2 Kilometer unterhalb: Angelegt wurde sozusagen "unter Wasser", nur die Köpfe blieben oben. Ist das in Norddeutschland so üblich? Ich habe mich abends belehren lassen: Nein. Und zumindest eine der Steuerfrauen stammt aus dem Rheinland. Passiert ist aber wohl nichts.

Gestärkt mit Erbsensuppe ging's weiter, den Zug auf der Brücke haben wir leider nicht getroffen ("Schnaps"- Kilometer gab's hier keinen einzigen) und schon waren wir an der letzten Schleuse vor unserem Ziel (und Amerika). Mit der Unterstützung des Wasserschutzes ("alles vorrücken bis zur Spundwand und festmachen") dauerte das Schleusen auch nur eine Stunde - mehr oder minder. Danach ging's dann gegen das auflaufende Wasser vorbei am Weserstadion zum Steg - es gab nur einen, auf den restlichen gab's nasse Füße - und wir wurden mitsamt Boot sozusagen aufs Trockene gezerrt.
Nach einem kurzen Bier, einer schnellen Dusche und ausgiebigem Abendessen im Ratskeller hatten wir dann den Höhepunkt des bremischen Abends, den Shanty-Chor, verpasst. Es gab aber auch wieder eine Band, eine Disco für's Jungvolk, wieder Caipis und anderes Süßes ...
Am nächsten Morgen wurden wir regelrecht zum Frühstück genötigt. Ich habe so das Gefühl, man wollte uns loswerden (war aber trotzdem wieder sehr lecker;-)) Danach war eigentlich nur noch packen angesagt, Feierstunde mit Preisverleihung für unseren 3. Platz, insgesamt wohl so 3 Stunden oder 8er Rennen mit Frühschoppen inkl. Sonnenbrand.


Und dann war das WRT2007 auch schon wieder geschafft und die ersten Pläne für 2008 in Berlin geschmiedet ...

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Letzte Änderung: 01.03.2009