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Wochenende in Dänemark/Ostsee 21.-23. August 2009

Autorin: Gaby Reger

Organisiert von Klaus und Ingrid aus Segeberg trafen sich an diesem Wochenende außer den beiden und mir noch Mathias (Segeberg), Michael aus Hamburg, Jutta aus Geesthacht und Petra und Tammo aus Essen bzw. Bonn (die mich dankenswerter Weise den langen Weg in den Norden chauffierten) in der Ruderhütte des DR Hadersleben in Hejsager an der dänischen Ostseeküste.

Ruderhütte

Dort liegen zwei dänische Innriggerboot, ein 2er und ein 4er. Bestens gedopt nach abendlichem Grillen und oppulenten Frühstück wurden am Samstag die Boote aus dem Unterstand gerollt und begutachtet, eine kleine Einweisung wurde gegeben (es gibt z.B. drei Lenzschrauben, die Steuer werden seitlich an der Halterung eingesetzt) und jeder probierte eine Rettungsweste. Das kam mir dann immerhin bekannt vor, habe ich doch vor Jahren den "Langtourstyrmands"-Lehrgang besucht. Aber ich muss sagen, den Rest habe ich wohl doch ziemlich verdrängt.
Mit vereinten Kräften wurden die Boote zum Strand gefahren und zu Wasser gelassen. Das mit Platz 1 und 2 schnell einsteigen und ruderklar sein, war bei dem Wellengang (nicht viel, hat aber gereicht) nicht so einfach, irgendwie schaffte es der Rest aber auch noch ins Boot. Beim 2er lief es etwas souveräner. Allerdings entpuppte sich das Steuereinsetzen über den Luftkasten des Hecks liegend als artistische Meisterübung der Steuerleute. Diese wurde aber mehr oder minder elegant bewältigt.

Steuer einsetzen

Kaum hatten wir uns häuslich eingerichtet, klemmten erst die Riemen, dann muckte ein renitenter Rollsitz wieder auf, der schon am Abend zuvor von Bootsbauerin Jutta medizinisch versorgt worden war. Trotz Gewichtswechsel und kleinen Reparaturversuchen blieb uns ein Anlegemanöver in Kelstrup Strand nicht erspart. Einen Ort hatten wir immerhin schon geschafft. Mit allen unseren Kräften konnten wir den vorausgeeilten 2er wieder einfangen und Klaus mit unser gesammelten Hilfe die Ersatzrolle anschrauben.

Landung in Kelstrup

Unser zweiter Versuch zur Insel Barsø zu rudern wurde diesmal auf diagonalem Weg angepeilt. Der Maximalabstand von 300 Metern zum Ufer wurde allerdings dabei ordentlich überschritten, Wind und Wellen nahmen zu, dafür rückte die Insel ganz allmählich näher. Leider wurde dann nichts aus der eigentlich geplanten Inselumrundung, die herbeigesehnte Windabdeckung durch das Festland gab es auch nicht und so fuhren wir den dortigen Fährhafen an

Pause auf Barsö

und gönnten uns ein wohlverdiente Pause.

Pause auf Barsö

Danach wurde die nächste Landzunge angepeilt, der Wind hatte zwischenzeitlich ein wenig gedreht, Wellen gab es nur noch vereinzelt ins Kreuz. In der Diernæs Bucht wurden Schweinswale gesichtet (zumindest im 4er waren die Äuglein gut geputzt). Sonst gab es an tierischen Ostseebewohnern nur vereinzelte Quallen zu beobachten.
Die nächste Pause gab's nicht an der hiesigen Attraktion, einem "singenden Toilettenhäuschen" (???) sondern in Vilstrup Strand an einem Baum mit gelben Pflaumen. Leider hatten wir dort eine persönliche schwarze Wolke über uns, die zwar nicht inkontinent war, aber so richtig warm war's dann nicht. Richtig trocken waren wir dann auch nicht, als wir die letzten Kilometer bis Hejsager in Angriff nahmen. Der 2er hatte sein Navi wohl schlecht programmiert und versuchte schon Kilometer vor unserem Ziel anzulanden. Der 4er wählte eher den direkten Weg, war aber eigentlich auch nicht schneller.
Wieder an Land haben wir uns die geplante Rettungsübung gespart. Wasser hatten wir irgendwie genug und die Luft war dann auch raus. Wohlverdient konnten wir uns an Ingrids Nudelsoße laben, auch mit Quälerei mussten wir nach einiger Zeit einfach passen und Reste lassen. Die Nacht darauf verlief, wie üblich, in harmonischen Klangwelten.
Am Sonntag Morgen lachte die Sonne, der Wind stand günstig, wir konnten uns in die andere Richtung gen Årø aufmachen.

Rudern bei tollem Sonnenschein

Hier gilt zu beachten, dass ein Militärgebiet passiert wird und wenn der Ball aufgehängt ist, scharf geschossen wird. Ein Ball war nicht zu sehen und so konnten wir unbehelligt 13 Kilometer die Küste entlangrudern.

Pause am Strand

Nach einer kurzen schöpferischen Pause am Strand (es ging nicht um den Wasserstand sondern um die Steuermanns-/fraufindung) ging's die gleiche Strecke wieder zurück, der 4er hatte den schnellsten 2er der Welt (Zitat des Obmanns) bald abgehängt und dann machte es "PENG" und nun.....? Oberhalb der Steilküste waren so richtig keine Soldaten und auch kein Ball oder Signal in Sicht, nur ein paar Kühe. In der Hoffnung, nicht als Zielscheibe genutzt zu werden, fuhren wir weiter, ein einsamer Paraglider zog seine Runden. Vielleicht hatten die Kühe ja nur Verdauungsprobleme? Auf jeden Fall haben wir ohne Löcher in Mensch und Boot unseren Ausgangspunkt wieder erreicht, die Quallen hatten sich auf einen Landspaziergang begeben und auf diesem Bett rutschten die Boote schon viel besser aus dem Wasser.

Boote aussetzen

Und dann ging's ans Boote putzen, die Reste von den Vortagen essenstechnisch wurden in diversen Kreationen verdrückt (Puh!), die Hütte von unseren Hinterlassenschaften befreit, ja, und dann wurde die mehr oder minder lange Heimreise angetreten.
Es bleibt die Erinnerung an ein wunderschönes Wochenende mit (ganz schrecklich;-)) viel Sonne, es hat sehr viel Spaß gemacht. Und lehrreich war es auch noch. Was will man mehr?

Besten Dank an die Organisatoren Ingrid und Klaus, ich wäre auch noch mal dabei...

Boot am Strand mit Luftkasten

 

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Letzte Änderung: 01.09.2009