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Hoch Bernd im Spreewald

Autorin: Christel Hardenbicker

Nach interessanten Besichtigungen und sonnigen 2 ½ Tagen in Berlin mit Annelies und Bernd, sagte mir der Portier an der Hotelrezeption, dass Morgen, Freitag, 1. Mai 2009 ein sommerliches Hoch für den Spreewald angesagt ist und dies bis zum Sonntag, 3. Mai 2009, mit Sonnenschein und 25° mit leichtem Wind bliebe.

Super, genau dieses Hoch „Bernd“ konnten wir 13 Ruderer, und zwar

die Ruderer aus Köln:
Annelies, Bernd, Christel, Floh, Franz, Gaby, Gilian, Nicole, Norbert
und unsere Ortskundigen vom Spreewald:
Bernd, Gunnar, Helmut, Thea
und die Kinder Christian und Julia

voll auf genießen.

Ruder-Bernd aus Berlin und Bernd aus Köln gestalteten die Sonnentour durch den Spreewald gemeinsam. Bernd für die Organisation und Ruder-Bernd für die Fahrten durch den Spreewald.

Nach und nach trafen am Donnerstagabend alle in der Jugendherberge in Lübben ein. Großes Treffen war in einem Restaurant. Danach begrüßten wir Bernd und Gunnar, die mittlerweile mit den Booten in der Jugendherberge eingetroffen waren.

Dank für das Anvertrauen der Boote an SV Kloster Lehnin, insbesondere aber auch für das Auf- und Abladen.

Wiedersehensfreude und Kennenlernen stand an diesem Abend an erster Stelle. Nur EINE fehlte noch: Gilian musste noch in Berlin ihre Präsentation fertig stellen und kam erst am nächsten Morgen - direkt zum Einsteigen ins Boot - angereist.

Drei Zweier, ein Dreier mit jeweils einem Steuermann lagen bereit. Jetzt ging es los zur ersten Fahrt im Spreewald.

Ca. 30 km lagen vor uns und wollten bewältigt werden. Zuerst ruderten wir auf der Hauptspree, dann in die Lübbenauer Puschspree. Vom Großen Fließ in den Leiper Graben. Dort erreichten wir zur Mittagspause die Polenz-Schänke. Diese ist das älteste Wirtshaus im Spreewald. Der Saal des Hauses ist ein Entwurf von Schinkel. Gut gestärkt ruderten wir dann weiter nach Leipe. Dort bekamen wir besonders hübsche Häuser mit Reetdächern am Ufer zu sehen. Von dort die Hauptspree hoch, in die untere Radduscher Kahnfahrt. Die ersten Spreewaldkähne begegneten uns (umgangssprachlich: Fleischkähne oder Fleischdampfer). Dann in die obere Radduscher Kahnfahrt nach Raddusch. Hier endete der erste Tag und wir fuhren mit dem Zug zurück nach Lübben zur Jugendherberge. In der 10-minütigen Bahnfahrt kramte Bernd 9 Minuten nach den Fahrkarten. Der Schaffner stellte fest: „Ihr Portmonee ist ja schlimmer als eine Damenhandtasche“.

Der Abend endete mit einem guten Abendessen in der Jugendherberge und erfrischenden Getränken, insbesondere der „selbsthergestellte Fruchtsaft“ von Gunnar war sehr köstlich. Zudem wurden die vielen Mückenstiche des ersten Tages gepflegt. Jetzt wurde uns klar, warum die Spreekähne „Fleischboote“ genannt werden.

Am nächsten Morgen kurze Zugfahrt nach Raddusch. Boote ins Wasser und die Fahrt durch den zauberhaften Spreewald ging weiter.

Das Wasser wurde enger und das Steuern schwieriger. Floh war das Steuern hier nicht geheuer. Jeder, der für sie steuern wollte, wurde nach Wunsch „ein kühles Getränk“ versprochen. So war ihr Problem gelöst und der jeweilige Steuermann sehr zufrieden. Wir ruderten jetzt in die untere Radduscher Kahnfahrt, dann in den Buschgraben und zum neuen Buschfließ ins Leiper Dorffließ. Dort machten wir kurz Halt und besuchten auf ein leckeres, schwarzes Bier den Spreewaldhof in Leipe. Nach der kurzen Pause ruderten wir weiter in den Tschapek Rohrkannal zum Burg Lübbener Kanal. In der Woitschovska Kneipe gab's dann die Mittagspause. Auch heute begleiteten uns vor allem im Schatten viele Mücken und es wurde gesprüht und gesalbt, was das Zeug hielt. Durch den Wehrkanal und das Bürgerfließ in den Burg Lübbener Kanal und von dort zur Jugendherberge zurück. An diesem Abend war Grillen im Garten angesagt. Es war ein schöner Frühlingsabend mit lecker Essen vom Grill und NEU- und WARTE-WASSER VON GILIAN.

Sonntagmorgen, der letzte Tag, die Boote lagen direkt vor der Tür und so konnten wir schnell um 8:45 Uhr aufs Wasser. Das war auch erforderlich, da 25 km vor uns lagen und wir früh in die Schleuse in Lübben einfahren wollten. Erfahrungsgemäß gibt es so früh noch keine Kanuten und Fleischboote an den Schleusen. Ruder-Bernd übernahm wieder die Spitze – ohne seine Erfahrung wären wir jeden Tag hoffnungslos verloren gewesen.
Danke Ruder-Bernd für die Super-Spree-Ruderführung!

Wir ruderten zuerst auf der Hauptspree. Nur Natur, kaum ein Haus.

... treiben lassen...

Allerdings gab es auf der Strecke ein Gartenrestaurant, das Petkamps Schlepzig, und so konnten wir dort früh mittags eine Pause einlegen. Ein letztes, leckeres, schwarzes Jarosover (Ur-Bömisches Bier), den letzten Beelitzer Spargel, die letzten Pellkartoffeln mit Leinöl und Soljanka mit Spreewaldgurken schmeckten uns hier auf der Gartenterrasse besonders gut. Nach der Pause ruderten wir in den Puhlstrom durch ein Naturschutzgebiet. Wald soweit das Auge reicht. Nur Natur und Einsamkeit, keine Wege am Ufer, nur Vögel die singen, ein Wasserweg mit engen Kurven und kleinen Sandbänken... Drei haben sie getroffen!

Hier eine kurze Info:

1991 errang der Spreewald die Anerkennung der UNESCO als Biosphärenreservat. ... Puhlstrom

Die Kulturlandschaft Spreewald ist ein Feuchtgebiet internationaler Bedeutung. Charakteristisch für das natürlich wasserreiche Ökosystem ist eine seit Jahrhunderten anthropogen beeinflusste Wasserführung, die durch umfangreiche Meliorationsmaßnahmen seit den 50er Jahren erneut verändert wurde. Es gibt hier neben stark anthropogen veränderte naturnahe Bereiche der Vegetation, zahlreiche vom Grundwasserstand abhängige Lebensgemeinschaften (z. B. Erlenbruchwälder, Feuchtwiesen und Röhrichte) mit teilweise hoher Biodiversität, insbesondere von feuchtigkeitsabhängigen Organismen. Die Folgen veränderten Wasserdargebots und Klimas für die Vegetation werden sich direkt auf die Artenvielfalt, auf die Ertragsverhältnisse von Forst- und Landwirtschaft sowie den Tourismus (Erlebniswert der Landschaft), der im Spreewald eine bedeutende Rolle spielt, auswirken.

 

Nach etlichen Kilometern durch den Puhlstrom ruderten wir dann in den Randkanal zum Köthener See. Einmal rüber über den See, links an der Insel vorbei, dann ans Ufer und wir waren am Ziel. Rechtzeitig, so dass Bernd und Annelies noch den Zug nach Hause ohne Hetze erreichen konnten.

... treiben lassen...

Schnell wurden die Boote auf den Hänger geladen, die letzten Mückenstiche eingesammelt, Abschied genommen von einer besonderen dreitätigen Rudertour, mit einem überaus liebenswerten Spreeführer Bernd und einem erstklassigen und bewährten Organisator Bernd.

Herzlichen Dank an die beiden Bernds.
ES WAR SUPER MIT EUCH IM SPREEWALD.

 

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Letzte Änderung: 21.09.2009