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(Jugend-)Lahnrudertour auf Fronleichnam

Autorin: Simone Schütten

Unsere Fahrt begann am Donnerstag-Morgen, wo sich die Hälfte von uns, zwar noch etwas verschlafen um 7:30 am Club traf. Die andere Hälfte konnte zu der Zeit fast noch in den Betten liegen, da sie mit Auto und Bahn erst später in Wetzlar zu uns stoßen würden. Während der Autofahrt wurde dann noch ein kleiner Teil Schlaf wieder aufgeholt und die Boote konnten dann auch mit der halben Mannschaft schnell abgeladen und aufgeriggert werden. Als dann die anderen endlich ankamen musste nur noch das („nicht allzu viele“) Gepäck in den Booten verstaut werden, bis es dann auch schon auf die erste Etappe ging. Von Wetzlar nach Weilburg ging es 35km lahnabwärts, bei super sonnigem Wetter, was dann schnell zu Wasserschlachten oder einigen Sprüngen über die Ausleger ins Wasser sorgte. Trotzdem kamen wir alle wieder größtenteils trocken am Campingplatz Odersbach in Weilburg an. Und was sollte es sonst, als Spaghetti mit Tomatensauce oder Apfelmus zum Abendessen geben. Auch wenn es mit unseren etwas unruhigen Zeltplatznachbarn etwas länger dauerte einzuschlafen sind wir wieder alle relativ fit aufgewacht. Und die 50 Brötchen zum Frühstück waren schnell verdrückt oder vergeben, da einige sich wieder in reinste Brötchen-Monster verwandelten. Insgesamt sind so auf der Tour fast 200 Brötchen unter die Leute gebracht worden. Zusammen mit ca. 2kg Wurst und Salami. Uns blieb trotzdem noch Zeit zu rudern.

Mehr als 40km wurden an dem Tag nach Diez zurückgelegt. Und ob durch die Temperatur oder die Lahn, am Ende waren alle klitschnass. Und als ob das nicht reichen würde, wurde von den Jungen noch eine spontane Saunaparty im Jungenzelt veranstaltet. Spätestens jetzt hatten wir alle wirklich eine Dusche nötig. Durch die anstrengenden 40km haben wir uns dann einstimmig auf Pizza-Essen auf der Campingplatz-Terrasse geeinigt, die dann jedoch noch etwas länger brauchte. Am nächsten Morgen wurde dann im Jungenzelt, ehemals Sauna, gefrühstückt (keine Sorge… wir haben guuut gelüftet…).

Bei gefühlten 30°C haben wir dann unsere vorletzte Etappe nach Nassau auf den Camping-Platz „Auf der Au“ angetreten. Ohne Abkühlung in der Lahn, genug Wasser und reichlich Verpflegung in Form von Süßigkeiten fast unmöglich. Anscheinend eine gute Taktik für Rudertouren, denn schon nach den ersten paar Kilometern holten wir die Porzer Ruderer und Ruderinnen ein. Und die hatten ja eigentlich eine Tagesetappe Vorsprung! Auch wenn wir unsere Führung nach ein paar weiteren Schwimmpausen verloren, haben wir einen Teil in einer der Schleusen wieder eingeholt.

Kaum am Camping-Platz angekommen wurde unsere Verpflegung bereits durch einen Einkauf im nahen Ort gesichert, wodurch wir es uns bei Salat, Kartoffelbrei und (insgesamt 40) Würstchen gut gehen ließen. Noch kurz eine Ortbesichtigung mit Eiscafé-Besuch und dann eine Nacht unter freiem Himmel. Auch wenn das leuchtende Reklameschild vom Campingplatz etwas störte, konnten wir bei dem sternklaren Himmel unzählige Sterne und einige Satelliten beobachten. Am nächsten Morgen haben wir dann kurzerhand Tische und Stühle von der Terrasse auf die Wiese verschleppt, um in der Sonne zu frühstücken.

Die letzte Etappe war dann die reinste Schleusentour. Ganze 6 Schleusen im Abstand von maximal 5km mussten durchquert werden. Und die wurden dann manchmal ziemlich lang. Trotzdem haben wir die restlichen 22km dann auch noch geschafft und wir sind alle wohlbehalten in Niederlahnstein angekommen, wo wir es uns dann nicht haben nehmen lassen, noch einen kurzen Abstecher auf den 300m entfernten Rhein zu machen. Unsere letzten Kräfte wurden dann dazu genutzt, die Boote aus dem Wasser zu tragen. Zuerst nach oben zum Ruderverein und dann wieder runter auf die Rampe, weil wir die Boote oben doch nicht liegen lassen konnten. Doch nach zweimal umtragen liegen die Boote jetzt gut verstaut am Seitenrand und warten darauf, von einigen Freiwilligen an ein paar Wochenenden wieder in ihren Heimathafen zurückgerudert zu werden. Wir sind dann mit dem Auto und der Bahn wieder trocken zurück gekommen (der Regen fing erst an, als alle in der Bahn saßen).

Alles in allem eine super schöne Tour, bei superschönem Wetter, die anscheinend auch unsere beiden einzigen Erwachsenen, Birgit und Ester unbeschadet überlebt haben.


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Letzte Änderung: 15.06.2010