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Herbstfahrt auf der Mosel
oder: Meine erste Wanderfahrt

Autorin: Nadja Kammerzell

Vom 25.09. bis 30.09. fand die diesjährige, von Hans organisierte Herbstfahrt auf der Mosel statt. Mit von der Partie waren Hanna und Hans, Lore und Klaus, Erika und Ha-Di, Edith und Joachim, ab Montag dann noch Christa und Franz und ich (Nadja). !

Moselfahrer - Gruppenbild

Für mich war die Tour meine erste (mehrtägige) Wanderfahrt, so dass ich ganz gespannt war, was mich wohl alles erwarten würde. Eins vorweg: Ich wurde nicht enttäuscht!

1. Tag: Samstag (Riol – Neumagen-Drohn)

Los ging es am Samstag früh. Bei Nieselregen und noch Dunkelheit verstauten wir das Gepäck und tauschten das versehentlich aufgeladene Boot „Fischotter“ mit „Kleeblatt“, das von nun an von uns nur noch „Kleefisch“ genannt wurde. Am späten Vormittag erreichten wir Riol, den Ausgangspunkt unserer ersten Etappe. Mittlerweile hatte der Regen aufgehört, aber der Steg war so rutschig, dass Joachim stürzte und sich an der Hand verletzte und sich fortan auf das Steuern beschränken musste..

Kurz vor dem Einstieg

Auch ich durfte steuern – und zwar per Fuß. Zusammen mit Ha-Di hatte ich in einem unterbesetzt gefahrenen 3er ohne jegliche theoretische oder gar praktische Erfahrung mein Steuerdebüt – und das gleich zwei volle Tage lang. Der unendlichen Geduld und jahrzehntelangen Rudererfahrung von Ha-Di war es dann auch zu verdanken, dass wir eine Schleuse und ein hupendes Schiff später und nach etlichen Extrametern aufgrund meines Zickzackkurses dennoch unbeschadet im Yachthafen von Neumagen-Drohn ankamen.

Geschafft!

Gegen 20:00 Uhr erreichten wir die Jugendherberge in Traben-Trarbach, wo wir nach dem Gepäckausladen den Abend im Bistro bei Flammkuchen und Pizza ausklingen ließen.

2. Tag: Sonntag (Neumagen-Drohn – Bernkastel-Kues)

Die heutige Etappe führte uns 24,5 km von Neumagen-Drohn bis Bernkastel-Kues. Wir starteten den Tag mit einem Ständchen für Ha-Di, der an diesem Tag Geburtstag hatte, und mit von ihm gestifteten Prosecco-Fläschchen.

Nach dem Anstoßen

Schleuse im Regen

In der Schleuse mussten wir dann leider 1 ½ Std. bei Regen warten, die wir uns mit kleinen mitgebrachten Häppchen, Herumlaufen und Walnüssesammeln vertrieben. Das eigentlich vorgesehene 2. Frühstück in Minheim fiel genauso wie die Mittagspause in Brauneberg der Warterei zum Opfer, so dass wir dem Landdienst verrichtenden Joachim nur kurz im Vorbeifahren zuwinken konnten.

Pause im Regen

Um kurz vor sieben erreichten wir schließlich wieder die Jugendherberge, wo wir es uns bei Pfefferminztee, Graupensuppe, Tafelspitz mit Meerrettichsauce, Kartoffeln und Salat sowie einem leckeren Nachtisch gut gehen ließen.

3. Tag: Montag (Bernkastel-Kues – Traben-Trarbach)

Rechtzeitig zum Frühstück stießen unsere zwei Nachzügler, Franz und Christa, zu uns, bevor wir uns auf die heutige Strecke und Joachim und Hanna zur Untersuchung von Joachims Hand ins Krankenhaus aufmachten (nichts gebrochen, „nur“ verstaucht). Für mich ein herrlich entspannter Tag, da ich erstmals seit zwei Tagen einfach „nur“ rudern und nicht auch noch steuern musste.

Mittags kehrten wir in Kinheim ein, wo wir bei Saumagen, Sülze oder Toast den lustigen Geschichten eines offenbar einsamen Gastwirts lauschen durften. Nachdem wir unsere Etappe in Traben-Trarbach beim dortigen Ruderclub beendeten, ließen wir den Tag mit einem Spaziergang in die Stadt und anschließendem Essen im „Moselstübchen“ ausklingen.

Auf dem Floß ...

4. Tag: Dienstag (Traben-Trarbach – Bullay)

Die heutige Etappe führte unsere Gruppe bei kühl-feuchten Wetter nach Bullay mit einer Mittagspause in Pünderich. Christa und ich entschieden uns stattdessen für den Landdienst und besuchten Europas größtes, im Dezember 2009 erst eröffnetes Buddha-Museum, das auf 4.000 m² über 1.000 sehr sehenswerte Buddhastatuen zeigt.

Die Familie Buddha

Eine Herausforderung war das für den Landdienst vorgesehene Fahren mit dem Bus. Nach den ersten, meine acht Mitfahrer sehr amüsierenden, hoppelnden Metern und einigen aufregenden Serpentinen hatte ich mich jedoch auch an das gewöhnt.

In Bullay gesellten wir uns wieder zu dem Rest von uns und gingen in ein Restaurant auf dem dortigen Campingplatz essen, bevor wir den Abend wie immer im inzwischen lieb gewonnenen Bistro beschlossen.

5. Tag: Mittwoch (Bullay – Poltersdorf)

Lore im Glück

Unsere kürzeste Strecke mit 19,5 km von Bullay bis Poltersdorf genossen wir bei teilweise sonnigem Wetter.

In Eller im Restaurant „Oster“ verbrachten wir unsere Pause, wo es uns so gut gefiel, dass wir uns entschlossen, auch das Abendessen dort einzunehmen. Nach unserer Ankunft in Poltersdorf erkundete ein kleiner Teil von uns (Franz, Joachim und ich) davor jedoch noch schnell das auf der anderen Moselseite gelegene Beilstein mit Burg Metternich, Karmeliterkirche und gefühlt (oder tatsächlichen?) Hunderten von Cafés und Restaurants.

Rudernde Nadja

Pause

Steuerleute unter sich

6. Tag: Donnerstag (Poltersdorf – Treis-Karden)

Heute hieß es Abschied nehmen von der schönen Mosel. Auf unserer letzten Etappe von Poltersdorf bis Treis-Karden hatten wir mit dem Wetter nicht mehr so viel Glück und mussten die 22,3 Tages-km leider vollständig im Regen rudern. Dies gab mir jedoch die Gelegenheit, meine erst morgens erstandene Regenhose ausgiebig auf ihre Tauglichkeit zu testen. Aufgrund des Wetters ließen wir unsere eigentlich für Cochem geplante Mittagspause ausfallen und ruderten bis Treis-Karden durch.

Mosel im Dunst

Bevor es mit dem Bus zurück nach Hause ging, stärkten wir uns noch mal bei leckerem Essen in einem Café und stießen auf unsere erkältete Edith an, die am heutigen Tag Geburtstag hatte und allen einen ausgab.

Voller schöner Erinnerungen traten wir nun die Heimreise an, die problemlos verlief. Gegen Abend erreichten wir Zündorf und beendeten damit eine wunderschöne und sehr harmonische Wanderfahrt, an die sicher alle gern zurückdenken werden.

Vielen Dank an Hans, der die Fahrt – wie nicht anders zu erwarten – perfekt organisiert hat! Für mich war diese Fahrt zwar meine erste, aber sicher nicht meine letzte Wanderfahrt!!

 

 

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Letzte Änderung: 13.12.2010