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Rudertour auf der Lahn (Allerheiligentour) vom 1. bis 4. Nov. 2012

Autor: Tin Zander

Diese Rudertour wird seit vielen Jahren immer wieder gemacht. Das heißt aber nicht, dass es immer die gleiche Fahrt ist. Wohl was die Fluß-Landschaft angeht, nicht aber was den Wasserstand und das Wetter angeht. Der Verfasser dieser Zeilen hatte sich entschlossen, nach 42 Jahren Rudern beim TPSK nun doch erstmals die sagenhafte Lahntour unter der Leitung unseres alljährlichen VL Peter Kienle mitzumachen. Es hat ihm sehr gefallen, wie wohl allen Teilnehmern – aber das muß gesagt sein, soviel Regen hatte niemand, auch nicht die Pessimisten erwartet.

Gruppenbild mit Pessimist

Der erste Vormittag war noch leidlich trocken, aber dann versuchte Petrus dreieinhalb Tage lang uns zu ertränken. Der guten Stimmung unter der Mannschaft machte das aber keinen Abbruch. Die Abende waren kunterbunt, die Gespräche „geistvoll“ und die Freirunden der drei Ruderer mit Neuwasser kamen uns sehr gelegen.

Ich will jetzt kein Loblied auf die Flusslandschaft und die Lahn singen, aber es ist wohl der schönste ruderfähige Fluß, den ich kennengelernt habe. Der Zeitpunkt für diese Fahrt könnte allerdings auf Anfang Oktober verlegt werden, der Name Allerheiligentour kann erhalten bleiben, die Chancen auf bessere Wetterverhältnisse würden steigen. Aber es ist auch nicht in jedem Jahr mit einem so scheußlichen Wetter zur rechnen.

Malerische Laurenburg

Die ersten beide Tage ruderten wir von Weilburg über Limburg nach Laurenburg.

Am Weilburger Ruderverein

Dort war auch für 2 Nächte unser Stammquartier. Beeindruckend und interessant für den „Lahn-Anfänger“ sind die vielen Schleusen und vor allem der einzige Flußtunnel Deutschlands. Knapp hinter dem Ruderverein Weilburg beginnt der Tunnel und führt dann in eine Doppelschleuse. Die weitere Fahrt geht dann durch Felder und Wiesen vorbei an Dörfern und Kleinstädten, aber immer wieder ca. alle 5 km unterbrochen durch eine Schleuse, die man in diesem Flußabschnitt von Hand bedienen muß.

Mystischer Köthener See

Die erste Etappe ging bis Limburg

Limburg

und am nächsten Tag weiter bis Laurenburg.

Laurenburg steht da

Hier wurden die Boote aufgeladen weil im November nicht mehr geschleust wird. Nur die Schleusen oberhalb Limburgs können von Hand und durch uns Ruderer oder andere Wassersportler betätigt werden. Aus diesem Grunde war unser VL zu einem logistische Meisterstück genötigt.

Noch ist das Wetter schön

Wir setzten in Wetzlar ein und hatten eine Etappe bis Weilburg zu bewältigen. Bei Dauerregen eine echte Wassersportler-Herausforderung. Um den Kahn im wahrsten Sinne des Wortes voll zu machen, erwischte uns vor und in der Schleuse Warburg eine Wasserwand (Starkregen nennt man manchmal so etwas). Jetzt wurde es aber Zeit Menschen und Boote am Ruderverein an Land zu bringen. Langsam stieg der Wasserstand in den Booten bedrohlich an. Hier erlebten wir dann ein Zeichen besonderer Verbundenheit und auch Mitleid mit uns. Der Ehemann unserer Mitruderin Jutta war uns am Tag zuvor mit seinem Campingwagen nachgereist. Bei unserer Ankunft in Weilburg wurden wir dann von ihm mit heißem Kakau, Glühwein und Kuchen empfangen. An dieser Stelle von uns allen heißer Dank. In der Jugengherberge Oderbach gab es wohl keinen Heizkörper mehr, der nicht für die Trocknung unserer Klamotten benutzt wurde. Der nächste Tag war wie der erste.

Dekoration in Odersbach

Die Etappe wurde etwas verkürzt gefahren. In Runkel war die nasse aber trotzdem schöne Rudertour zu Ende. Von hier aus ging es dann am späten Nachmittag nach Hause, selbstverständlich bei Dauerregen. Aber in Zündorf empfing uns ein wahrhaft majestätischer Regenbogen.

Regenbogen über Zündorf


Pilar hat diese Eindücke dauerhaft in Bild (und Ton) verankert:

DIE LAHN 2012 from VISIONS 2REAL on Vimeo.

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Letzte Änderung: 18.11.2012