Sie haben kein 'javascript' in Ihrem Browser aktiviert! Unsere Seite kann Ihnen deswegen nicht korrekt angezeigt werden!

; Google+

1000 und eine Panne

Autorin: Simone Schütten

Die diesjährige Jugendtour sollte auf den Main gehen – und schon von Anfang an unter keinem guten Stern stehen. Axel hatte vorher extra für die Tour den Anhängerführerschein gemacht, damit wir alleine den Vereinsbus mit Hänger an den Main fahren konnten. Soweit der Plan, jedoch geht dies schlecht mit einem Platten. Also wurde früh am Morgen schnell noch der Ersatzreifen eingewechselt und die Tour konnte beginnen. Wir schafften es tatsächlich ohne Probleme an unseren Einsatzort in Würzburg und brachten unseren Vierer und Dreier trotz Hitze schnell zu Wasser. Die ersten Kilometer und die Schleuse Würzburg waren schnell geschafft und daher gönnten wir uns bei strahlendem Sonnenschein einige ausgiebige Pausen, bei der auch ein Bad im Main nicht fehlen durfte, wir hatten ja schließlich Zeit. Dachten wir. Was wir zu dieser Zeit nämlich noch nicht wussten war, dass die Schleusenwärter erneut einen Streik angefangen hatten, der uns das Weiterkommen etwas erschweren würde. Also erst einmal in aller Ruhe zur nächsten Schleuse gerudert und da die Bootsschleuse gesperrt war vor der roten Ampel angehalten und im Wahrsager die Telefonnummer des Schleusenwärters herausgesucht. Als niemand heranging wurde schließlich ein Kundschafter an Land geschickt, doch auch vor Ort war nichts Neues zu erfahren. Per Zufall kam ein Motorbootfahrer vorbei, der uns dann über den Streik informierte, in Würzburg hatten wir einfach nur Glück gehabt, dass gerade ein Beamter Schicht hatte. Nachdem der Vorschlag Umtragen wegen kilometerlanger Umtragewege ausschied, wurde der Landdienst angerufen, der mittlerweile nochmals einige Kilometer mit dem Bus gefahren war, um den Anhänger von Würzburg zu unserem Ziel in Hanau zu bringen. Wir einigten uns per Telefon darauf, die Boote an Land zu legen und darauf zu hoffen, dass am nächsten Tag der Streik entweder beendet war oder doch zumindest ein Beamter Schicht hatte. 5 Minuten später klingelte das Telefon, dass es wohl etwas später werden würde mit dem Abholen, da wegen einer Baustelle der direkte Weg zur Schleuse gesperrt war und eine Umleitung genommen werden musste. Wir machten das Beste daraus und machten unter einem Baum an der Schleuse erst mal Pause und freuten uns über das Eis, mit dem Benny uns überraschte. So ging der erste Tag nach 12km zu Ende…

Während des Frühstücks am nächsten Tag riefen wir erneut in der Schleuse an und hatten Glück, denn ein Beamter hatte Schicht und war bereit uns zu schleusen. Wir entschieden uns dafür möglichst viel zu rudern, damit wir nicht in den Schichtwechsel und die Mittagshitze gerieten, schließlich mussten zusätzlich zu der eigentlichen knapp 30km Etappe noch die restlichen 15km der ersten Etappe gerudert werden. Die Mittagshitze erreichten wir nach genau diesen 15km und stiegen erst einmal an unserem Etappenziel vom Tag zuvor in Karlstadt aus, um uns mit einem Eis abzukühlen und die leergetrunkenen Wasservorräte aufzufüllen. Der Landdienst wechselte und der Rest der Mannschaften stieg wieder zurück ins Boot, um die restlichen Kilometer in Angriff zu nehmen. Es ging bis 2km vorm Ziel in Lohr gut, als die beiden Boote erneut vor einer Schleuse strandeten. Dieses Mal endgültig. Wieder wurde der Landdienst angerufen, wieder wurden alle eingeladen und auf den nächsten Tag gehofft, doch jetzt hatten wir kein Glück. Auch Umtragen wurde nach langer Begutachtung für unmöglich erklärt. Nachdem es Simon unerwartet schlecht ging und auch keiner mehr so richtig Lust hatte auf einen anderen Fluss auszuweichen, entschlossen wir uns die Tour abzubrechen. Das bedeutete, dass wir erst einmal den Hänger aus Hanau zurückholen mussten. Also wieder hin, zurück, zur Schleuse, Boote aufladen und auf nach Hause. Wenigstens dort passierten keine weiter erwähnenswerten Vorfälle.

Die Tour klang mit einem schönen Spieleabend bei Lucia aus und wir waren froh zumindest um das Gewitter und den Regen auf der Tour herumgekommen zu sein. Somit hatten wir knapp 1100km zurückgelegt. Davon leider 1050km mit dem Bus.

Danke trotzdem für das Organisieren, Planen, E-Mail-schreiben und Telefonieren der Fahrtenleitung. Nächstes Jahr wird es besser. Bestimmt!

 

Zurück zur Auswahl


 
Sitemap  TPSK rudern auf Google+
Letzte Änderung: 27.08.2013