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Ostertour Emden 2018

Autor: Axel Forsch

Zur Ostertour in diesem Jahr geht es auf ein Gew├Ąsser, was f├╝r die meisten Teilnehmer noch unbekannt ist: die Kan├Ąle, Siele und Tiefs in und um Emden waren das Ziel unserer 15-k├Âpfigen Gruppe, die sich nicht vom kalten Wetter abhalten lie├č.

Die meteorologische Ausgangslage ist dabei gar nicht so schlecht: die Wochen vor und nach Ostern wetteiferten um den Titel der sch├Ânsten Fr├╝hjahreswochen. Leider gibt es genau zu Ostern einen kleinen K├Ąlteeinbruch, begleitet von Regen.

Sch├Ânes Wtter sieht anders aus

Ganz ungewohnt f├╝r uns Flussruderer ist es, dass hier so viele Kreuzungen sind, weshalb Gaby f├╝r jedes Boot eine Wasserkarte dabei hatte. Trotzdem w├Ąren wir beinahe direkt an der ersten Kreuzung falsch abgebogen: statt wie gewollt durch das Fehntjer Tief w├Ąren wir dann durch das Rorichumer Tief gerudert. Zum Gl├╝ck wurde dieser Fehler aber schnell bemerkt, das Fehntjer Tief ist durch seine Enge und die vielen Kurven n├Ąmlich viel interessanter. Nach einiger Zeit h├Ârt endlich auch der Nieselregen auf, wor├╝ber sich besonders die Steuerleute freuen, die langsam aber sicher auf ihrem Steuersitz festfrieren.

Ganz sch├Ân flach - 70 cm

Es wird noch einmal spannend, als ein paar Kilometer vor Emden pl├Âtzlich Br├╝cken ├╝ber das Tief gehen, die gerade mal eine Durchfahrtsh├Âhe von 70 Zentimetern haben. Es hei├čt also flach hinlegen und hoffen, dass die Nase nicht zu lang ist. Gl├╝cklicherweise werden weder Nasen noch Flaggenst├Âcke gebrochen, letzte haupts├Ąchlich, weil sie vorsorglich aus der Halterung genommen wurden.

Das letzte Highlight der ersten Etappe ist die Kesselschleuse in Emden, die die Kreuzung des Fehntjer Tiefs mit dem Ems-Jade-Kanal darstellt und somit vier Ausg├Ąnge hat. Da Karfreitag aber ein stiller Feiertag ist wird heute nicht geschleust, sodass wir an der Jugendherberge direkt vor der Schleuse von Wasser gehen und die Schleusung erst am n├Ąchsten Morgen machen.

W├Ąhrend die meisten Teilnehmer der Tour den Nachmittag dazu nutzen sich in Jugendherberge beziehungsweise Ruderverein ihr Nachtlager einzurichten, fahren Birgit und Hansi unsere beiden Begleitautos nach Greetsiel und kommen mit dem Fahrrad zur├╝ck. F├╝r morgen ist also kein Landdienst notwendig.

Kesselschleuse am Abend

Am n├Ąchsten Morgen ist das Wetter besser als alle Wetter-Apps angesagt haben, sodass alle frohen Mutes in die Boote steigen um auf die Schleusung zu warten. Die eigentliche Schleusung stellt sich als unspektakul├Ąr heraus, da der H├Âhenunterschied vom Fehntjer Tief zum Emder Stadtgraben nur ein paar Zentimeter betr├Ągt. Naja, wir k├Ânnen jetzt immerhin von uns behaupten mal in einer Kesselschleuse gewesen zu sein.

Wie gestern ist uns heute der Wind wohl gesonnen, diverse GPS-Ger├Ąte belegen uns eine Segel-Geschwindigkeit von circa 5 km/h. ├ťber das kleine und das gro├če Meer geht es an Wirdum vorbei bis nach Greetsiel. Um die K├Ąlte zwischendurch etwas zu bek├Ąmpfen, haben Norbert und Nicole ihren Benzinkocher und Gl├╝hwein dabei. Auch eine Amaretto Flasche wurde aufgetrieben, sodass jeder in der Pause auf seine Kosten kam.

Die Kan├Ąle f├╝hren oft an Ferienhaus-Siedlungen vorbei. Die Ferienh├Ąuser sind dabei in Form und Ausstattung recht unterschiedlich, sodass es viel zu gucken gibt. Dem Ruf der langweiligen Kanalfahrt werden die Kan├Ąle um Emden also nicht gerecht.

In Greetsiel angekommen war noch eine Stunde auf dem Parkticket der beiden Autos vorhanden, sodass wir die Stunde nutzen k├Ânnen, um den Ort zu besichtigen. Ganz sch├Ân enorm, wie viele Touristen hier auf einmal rumlaufen, haben wir doch ansonsten recht wenige Leute gesehen. Abends geht es mit den Autos wieder zur├╝ck nach Emden.

Pause in Hinte

Ostersonntag steht die Tour von Greetsiel zur├╝ck nach Emden an. Gl├╝cklicherweise gibt es so viele Kan├Ąle, dass wir keine Strecke doppelt rudern m├╝ssen. Das Neue Greetsieler Tief, das unseren R├╝ckweg darstellt, ist aber sehr eng und morastig, sodass wir froh sind, endlich in Hinte auf einen etwas breiteren Kanal zu sto├čen. Am hiesigen Wassersportverein wird nochmal eine Gl├╝hweinpause gemacht, bei der sogar die Sonne raus kommt. Es wird richtig angenehm vom Wetter her.

Am Abend fahren Simone und Birgit mit den Fahrr├Ądern wieder nach Greetsiel um die Autos zu holen. Danach geht es zum Abendessen in ein griechisches Restaurant.

Die eine Himmelsrichtung, die uns von Emden aus rudertechnisch noch fehlt ist der Westen. Ostermontag war deshalb eine Tour westlich von Emden geplant, die in einer Schleife zur├╝ck nach Hinte f├╝hrt. ├ťber das Larrelter Tief und das Knockster Tief wurde bei sonnigem aber kaltem Wetter gerudert. Die Slipstelle in Hinte wurde schon am Vortag ausgekundschaftet und als passend erkl├Ąrt. Hier wurden die Boote verladen und es ging zur├╝ck nach K├Âln.

Vielen Dank f├╝r die Organisation dieser Tour, fast alle Teilnehmer waren ├╝berrascht wie abwechslungsreich das Rudern in Kan├Ąlen doch sein kann. Da schlie├člich sogar das Wetter mitspielte, waren es wirklich ein paar sch├Âne Ostertage.

Gruppe im Kalten

 

Und noch ein paar Impressionen ....

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Letzte ─nderung: 24.04.2018