von Webmaster
Kroatien - Teil 1
„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.“ So das Sprichwort.
Kroatien 2026 I
könnte man aber eigentlich mit den 3 Stichpunkten zusammenfassen:
➢ super organisiert
➢ fast nur gutes Wetter
➢ tolle Truppe.
… und zack 💥 fertig der Fahrtenbericht.
Nun aber doch etwas ausführlicher, für die Nachwelt:
Vor der Fahrt
Hansi und Norbert bekamen 2 Tage vor Abfahrt die Info: „Hänger kaputt in Venedig!!“
Nervenaufreibende Kommunikation mit dem Mieter des Bootes folgte. Per Ferndiagnose und Versuch/Irrtum-Methode durch Hansi konnte das Problem mit der Bremse gelöst werden. Und auch die abgebrochene Steuerpinne war Dank dem richtigen Werkzeug schnell zu reparieren.
Der geplante Ossibus mit 9 Plätzen stand kurzfristig nicht zur Verfügung, Plan B: Bus mit 8 Plätzen, (Danke Bernd, dass du ein Kfz-Ass bist und die Klimaanlage auch fein war), und ok, das Problem mit dem fehlenden Platz wurde auch unkompliziert gelöst. Danke an die Hunde! 😉
Anreise:
Aus insgesamt 5 Bundesländern und 8 Vereinen reisten 18 Ruderwillige per Bus, Auto und Flugzeug an. Am Sonntag, den 31. Mai waren um 17 Uhr alle vollzählig und unfallfrei auf dem Glamping-Platz Family Tent in Biograd nad Moru angekommen. 3 massive Zelte wurden bezogen, Tische durch die Gegend getragen, Einkäufe getätigt, hopfenhaltige und andere Getränke zur Begrüßung getrunken und anschließend im Lokal direkt am Meer der U R L A U B begonnen.
1. Rudertag, 01.06.2026: Ljubač nach Nin (35 km)
7/8/9
Abladen, zusammenbauen → dank vieler gemeinsamer Touren waren wir ein eingespieltes Team.
Bei Sonnenschein ruderten wir los. Langsam zog sich aber die Wolkendecke zu und es wurde dunkel am Horizont. Darum machten wir Mittagspause in Dinjiška. Leider war die sehr nett anzusehende Bar direkt am Wasser noch am Saisonstart und hätte bisher nur Flaschenbier geboten. Also, ab über die Straße, Blick auf die Karte, und na ja hoffnungsvoll etwas bestellt → zum Glück die einzige Fehlentscheidung der Tour: Sooo !! schlecht gegessen für trotzdem ordentlich Geld habe ich quasi noch nie. Einige von uns, haben erst gar nichts bekommen, besser so, Geld gespart!
Kurzer Regenschauer und dann weiter nach Nin. Die Sonne brutzelte jetzt wieder, K & K hatten eine sehr schöne Badepause vom Boot aus.
Nin hat eine wunderschön sanierte Altstadt. Dank bzw. wegen eines Fluss-Hochwassers 2017 wurden die Brücken neu errichtet und das Gebiet um den Hafen sehr einladend gestaltet. Die Besatzung eines Busses gönnte sich noch ein schnelles Eis und einen kleinen Kultur-Rundgang. So durfte ich die kleinste Kathedrale der Welt kennen lernen. Schnuckeliges kleines Ding!
2. Rudertag, 02.06.2026: Nin nach Zaton (42 km)
7/8/9
Heute: Sonne, wolkenlos, windstill und wir umrundeten die Insel Vir.
Hightlight Nr. 1 heute: DELPHINE!! Leider weit weg, aber immerhin! 🐬🐬🐬
Mittagsstopp in Prezida und Tagesende in Zaton. Wir vertäuten das Boot gut, denn für den nächsten Tag war sehr schlechtes Wetter mit viel Wind angekündigt.
Dann folgte das 2. Highlight des Tages: ein wunderbares Abendessen am Hafen von Nin. Mit Blick aufs Wasser habe wir wunderbar gegessen → ich war Teil des Teams „Fischplatte für 6“. Wirklich lecker.
Es folgte noch eine spontane Aktion im Dunklen: Besichtigung der „Church of St. Nicholas“ vor den Toren von Nin (ein winziges Kirchlein aus dem 12. Jh., das irgendwann zum Wehrturm umgebaut wurde). Da hat sich die Teamsporterfahrung bezahlt gemacht: dank Räuberleiter mit kräftiger Säule, konnten wir durch ein Fenster spähen.
3. Tag: Regentag mit Ansage
Kurzzeitige Änderung auf 8/9/10
Es hat tatsächlich wie vorhergesagt regelrecht Blasen geregnet. Norbert war (verständlich) unruhig, weil wir ca. 1 Autostunde entfernt vom Boot waren und den Wind an der Küste nicht einschätzen konnten, darum fuhren alle Männer zum Boot und schöpften. Später berichteten sie von Straßen unter Wasser mit Gullydeckeln die sich anhoben. 😱
Wir Mädels erledigten den Einkauf und nahmen uns die Zeit heute mal zu kochen. So gingen der Nachmittag und der Abend auch gut rum - ein klassischer Ruhetag also.
4. Rudertag: 04.06.2026: Zaton nach Turranj (41 km)
7/8/9
Das Boot war trotz nochmaligem Regen in der Nacht tipp-top trocken. Wir konnten zügig losrudern in Richtung Turanj. Immer an der Küste entlang bei bestem Wetter schlief Norbert irgendwann ein, durfte er, er war heute Steuerberater.
Es war heute, am 04.06. auch deutlich zu merken, dass in Kroatien ein Feiertag war, deutlich füllte sich der Campingplatz und auch auf dem Wasser waren mehr Segelboote zu sehen.
Vielleicht war es auch einfach nur der kleinen und etwas stärkeren Brise geschuldet. Auch wir konnten mit zum Teil fünf Regenschirmen mit 9 km/h segeln. Am Ende des Tages nahmen wir noch in einer Strandbar ein Abschlussbier.
Fazit: Schöner Rudertag!
5. Rudertag: 05.06.2026: Turanj nach Tisno (30 km)
Um 10 Uhr schwamm der Pitter samt Belegschaft in Richtung Endpunkt der Fahrt nach Tisno. In Biograd na Moru nahmen wir den Fahrtenleiter noch an Bord.
Landdienst waren heute Nicole und Hansi. Sie hatten die schwierige Aufgabe, einen Liegeplatz für den Pitter zu finden, wo das Boote sicher für 2 Tage und Nächte liegen kann und wo es nicht am vergoldeten Poller festgemacht werden muss (zur Erklärung: in der Marina Tisno wollte man 100 €/Nacht für den Liegeplatz).
Ohne Stopp kamen wir gg. 16 Uhr in Tisno an. Wir brauchten heute nur halbe Kraft aufwenden, wir hatten gut Schiebewind bei mehr Wolken als Sonne. Landschaftlich war es der schönste Tag. Immer wieder tauchten winzige Inseln auf, ich wagte den Vergleich mit der Halong-Bucht. Nicole und Hansi hatten einen sehr guten und günstigen Anlegeplatz in Tisno gefunden. Eher per Zufall, das Boot wurde zwischen zwei Bojen befestigt, Franz, Bernd und Kirsten bewiesen sehr viel Geschick bei der Choreographie der Zeremonie. 😍
Direkt am Endpunkt befanden sich mehrere sehr einladend aussehende Lokale. Wir entschieden uns für das Restaurant Broscica, und obwohl wir mit der Horde von 18 hungrigen Ruderern unangekündigt dort aufschlugen, bekamen wir zügig hervorragendes
regionales Essen serviert. Ein sehr schöner Abschluss.
Bis nach 23 Uhr feierten wir noch Abschied von diesem wunderbaren Rudererlebnis.
Abreisetag
So wie wir ankamen, verstreuten wir uns auf die unterschiedlichste Art und Richtungen wieder. Fünf von unserer Truppe gönnten sich noch Kroatien II und besichtigten an dem Tag die Krka Wasserfälle, die Bilder davon haben mich ein wenig neidisch gemacht.
Nachtrag
Kroatien II habe ich bei einigen per Whatsapp mitverfolgen dürfen, und gelernt, dass es den Küstenort ZATON 2x gibt. So richtig hat sich das Rätsel aber erst gelöst, nachdem ich die Zusammenlegung der Tracks der einzelnen Tage gesehen hatte.
Danke an Alle für die wunderschönen Tage
Kerstin Stein-Mahlig
RF Fürstenberg (Oder) 1910
Und hier geht's zu Teil zwei/der Folgewoche ...